Wintermond – letzte Tage im Tiny House

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Es friert. Langsam zieht der Frost über das Land und legt seinen weißen Deckmantel über jeden Grashalm, jeden Ast, die Außenhaut von Randír.

Innen faucht unser Hobbit-Ofen. Fast bekomme ich den Eindruck, dass Smaug ein besserer Name wäre. Es ist wohlig warm. Die Abenddämmerung tauchte den Himmel in ein tiefes Rot, danach wurde es wieder hell. Es ist Vollmond. Eine wunderbare, klare Nacht. Viel zu schön um in Randír zu verweilen.

Es zieht mich nach draußen in die Frostnacht. Nur der Wintermond ist mein Begleiter. Alles ist so friedlich. Die meisten Menschen sitzen längst auf Ihrer Couch vor der Flimmerkiste. Niemand begegnet mir. Die Schönheit der Nacht gehört nur mir.

Wieder zurück im Tiny House werde ich daran erinnert, dass es eine meiner letzten Nächte in Randír sein wird. Ein neues Kapitel wartet auf uns. Ein kleines Haus, mit Garten und angrenzender Pferdeweide. So wie wir es uns immer gewünscht hatten. Lange hatten wir nach einem passenden Lebensraum gesucht.

Nun sind wir voller Vorfreude und doch voller Wehmut. Es ist nicht leicht Randír – den Wanderer –  ziehen zu lassen. Aber er findet in unserem nächsten Kapitel nicht die Rolle, die er nun für eine andere Familie spielen kann. Das macht es ein wenig leichter. Randír findet ein tolles neues zu Hause. Er bekommt sogar endlich die Terrasse, die wir ihm nie gönnen durften.

Vielleicht können wir Randír sogar irgendwann in seinem neuen Zuhause besuchen.

Wir werden hier weiterhin berichten, einiges noch zum Leben im Tiny House, aber auch zu anderen Dingen, die wir viel zu lange warten haben lassen. Lass dich überraschen.

Und nun?

Nun scrollst du nach oben und lässt das Bild noch einmal auf dich wirken!

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