Klein erleben

Was für ein Jahr 2018.
Nachdem Randír wieder zu uns zurück gekehrt ist, haben wir ein lauschiges Plätzchen gesucht und gefunden. Ein Plätzchen zum Sein, Wald genießen und Pläne schmieden. Denn im Herbst sollte sich einiges ändern:

Die Geburt unserer Tochter erlebten wir wie ein Wunder. Ein Geschenk des Universums. Nicht zuletzt, weil sie in unseren selbstgebauten vier Wänden geschah. Bereits mit Beginn der Schwangerschaft stand für uns fest, dass wir auf die Erfüllung dieses Wunsches hinarbeiten würden. Glücklicherweise haben wir auch recht fix eine tolle Hebamme gefunden, die uns – vielleicht genauso gespannt und vorfreudig auf eine Tiny House Geburt wie wir – in liebevoller und geduldiger Art begleitete.

Die Geburt war wundervoll. Soll aber in diesem Kontext nur als Einleitung zu einem anderen Thema stehen. (Aber ganz nebenbei – falls dich das Thema (Tiny) Hausgeburt interessiert, schreib mich gerne an.)

Nun leben wir seit fast drei Monaten zu dritt mit unseren zwei Hunden in Randír. Die Nähe, tut uns allen sehr gut. Die Atmosphäre ist friedvoll und gemütlich. Und dennoch wurde Marco und mir mehr und mehr bewusst, dass ein Leben mit einem Baby im Tiny House hervorragend funktioniert – aber…

leider gibt es ein logistisches Problem, sobald die Kleine anfängt zu Krabbeln. Sie wird dann nicht die einzige sein, die auf Vierbeinen hier rumwuselt und das widerspricht unserem Verantwortungsgefühl.

Also hieß es für uns eine Lösung zu finden. Klar ist, dass wir die Hunde nicht draußen leben lassen wollen. Also brauchen wir tatsächlich – mehr Platz.

Und den etwas mehr Platz haben wir gefunden. In Thüringen- ein 75 m² Häuschen mit viel Platz für alle unsere Begleiter (wir sind immerhin mittlerweile zu acht- 3 Menschen, 2 Hunde, 3 Pferde) und viel Wald.

Wir sind sehr froh dieses Häuschen gefunden zu haben. Denn bei unserer Suche sind wir sehr häufig auf Häuser mit 150m² und mehr gestoßen – was derzeit einfach nicht unsere Welt ist.

Somit darf Randír ein*e neue*n Besitzer*in erfreuen. Nach dem magischen Moment im Oktober fällt es uns noch schwerer ihn gehen zu lassen. Uns blutet das Herz – aber noch mehr würde es bluten, wenn er ungenutzt irgendwann zerfällt – und in der neuen Heimat gibt es leider auch keine Möglichkeit ihn durch den unwegsamen Anfahrtsweg zu schleusen.

Es heißt also tief durchatmen, die letzte Zeit im Tiny House genießen und dann mit lächelnden Augen in ein neues Abenteuer.

Wer weiß, vielleicht schreiben wir schon bald über ein Tiny Baumhaus… unsere Lust am bauen und werkeln ist nicht verflogen.

Wir halten dich auf dem Laufenden…